Teil der Lösung, nicht des Problems

Man ist entweder Teil der Lösung, oder Teil des Problems. Ich habe mich für ersteres entschieden„, dieses Zitat wird Michail Gorbatschow zugeschrieben. Mir gefällt es sehr gut, es deckt vielfältige Aspekte einer Lebenshaltung ab.

Problem?

Zunächst muss man demnach das „Problem“ erkannt, und anerkannt haben. Was für mich als „Problem“ rangiert, muss für es viele nicht sein. Es gibt „Probleme“ die nur mich betreffen, es gibt solche die mein Umfeld, die Gesellschaft, oder irgendeines der mich umgebenden Systeme betreffen. Ob ich diese als „Problem“ anerkenne ist eine grundlegende Frage deren Beantwortung Wirkung auf meine Lebensentscheidungen haben kann – denn anerkenne ich etwas als „Problem“, dann betrifft es mich mit einem Male auch – mal mehr, mal weniger.

Welches Thema ich so deklariere ist aber wieder eine Frage der eigenen Perspektive – da haben wir Menschen auch eine Aufnahmegrenze. Wir können uns nicht um alle Probleme, die wir als solche anerkennen, kümmern. Ich muss also selektieren, auswählen.

Selektion

Habe ich ein „Problem“ erkannt und als solches anerkannt, stehe ich vor der eigentlichen Herausforderung, nämlich wie ich damit umgehe. Wir bekommen ja täglich Aufforderungen, wir mögen uns hier, und dort, oder da, engagieren. Und es gibt auch sicherlich viel zu tun. Da wir nur ein begrenztes Volumen an Mitteln und Zeit haben, selektieren wir. Ich kümmere mich gerade nicht um die Waljagd und die Überfischung der Weltmeere. Oder um die Armut in Deutschland. Oder. Dafür kümmere ich mich um andere Dinge. Und hier bringe ich mich intensiv ein. Ich habe die Aufgabe angenommen und möchte ein Veränderung bewirken, möglichst zum Besseren.

Jedem steht frei, sich um etwas zu kümmern was nicht. Ich bekomme regelmäßig Unruhe, wenn jemand in lauten Tönen ein Problem anprangert und dann mit dem Finger in einen imaginären Raum deutet: „DIE machen auch gar nichts.“ Sorry, da ist wenig Verständnis in mir. Sehr deutlich wird es, wenn die Person selber unter dem „Problem“ leidet“ und nun erwartet, das irgendjemand dieses löst. Meine Erfahrung lehrt mich bisher: passiert normalerweise nicht. Und wenn, dann meist nicht so wie ich es mir wünsche.

Selber machen

Es wird nicht überraschen, dass die Lösung ein klares „ich mache jetzt etwas“ sein sollte. Auf andere zu warten das sich etwas verändert, ist zäh (bis „sehr unwahrscheinlich“) und macht unzufrieden. Für mich gilt: „Ich möchte Teil der Lösung sein, nicht (mehr) des Problems.“ Ich möchte den Zeitpunkt einer Lösung beschleunigen, schlicht um das „Problem“ auch loszuwerden und mich anderem zuwenden zu können.

Natürlich gibt es Probleme, die ich nicht endgültig lösen kann. Aber ich bin überzeugt, dass ich zu einer Lösung beitragen kann, und sei mein Anteil vermeintlich klein. Wenn ich das akzeptiere, dann versuche ich diesen Weg.

Als Fazit geht es mir persönlich viel besser – ich spüre eine Kraft die mich erfüllt und gehe zudem noch bewusster mit anderen Problemen um: ich wähle sie bedachter aus und gebe sie auch überzeugt ab, schlicht weil ich akzeptiert habe nicht alles für alle lösen zu können (oder zu müssen). Das wirkt vielleicht Herzlos, aber ich kümmere mich lieber richtig um das was ich lösen kann und will, als lediglich über das zu lamentieren, was ich dann nicht lösen möchte.

Wenn ich unzufrieden mit meiner Arbeit bin – suche ich mir eine neue. Da hilft das Klagen über die Kultur in einem Unternehmen, oder der schrecklichen Vorgesetzten, eben gar nichts. Tun. Nicht erleiden. Hinweis: die Lebenszeit in arg begrenzt, es macht keinen Sinn diese mit Leiden anzufüllen.

Anhang

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www.wandelwerk.org

Mein Ziel: Menschen zu sinnhafter und nachhaltiger Arbeit verhelfen.

Die Anzeichen einer sich zunehmend schneller verändernden Arbeitswelt beschäftigt viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Es wird deutlich, dass unsere Strukturen und Werte dringend auf den Prüfstand müssen – Konzepte, welche vor 120 Jahren unter gänzlich anderen Marktbedingungen hervorragend wirkten, sind heute nicht mehr reaktionsfähig. Auch wenn der Begriff „agil“ in den letzten Jahren überstrapaziert wurde, es bleibt die Frage wie Unternehmen mit den veränderten Anforderungen weiterhin wertschöpfend agieren können. Dabei beschäftigt sich „New Work“ nicht nur mit einer Vielzahl wesentlicher Ansätze und Gedanken, sondern auch mit konkreten Beispielen und Hilfestellungen.

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