Etwas mehr Haltung, bitte!

[Hal·tung, Plural: Hal·tun·gen]

„Die [Haltung] Gesinnung ist die durch Werte und Moral begrenzte Grundhaltung bzw. Denkweise eines Menschen, die den Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen des Menschen als zugrunde liegend betrachtet werden kann.“ Wikipedia

Nichts wirkt in Beziehungen (und Kommunikation) verstörender als ein Gegenüber, welches keine (eigene) Meinung vertritt. Allzu oft wird deutlich, dass jene Person etwas von sich gibt, was aus ihrer Sicht zum gegebenen Zeitpunkt und der vorgefundenen Zuhörerschaft opportun ist. Und nicht was auf eine eigene Stellungnahme hinweist.

Es fällt schwer mit dieser Person in einen vertrauensvollen Austausch zu kommen – es verunsichert, nicht zu wissen was das Gegenüber tatsächlich für sich als „Richtig“ oder „Nicht Richtig“ definiert – man findet weder Andock- noch Reibungspunkte.

Mithin sind es eben jene Personen, die eine nachvollziehbare Position zu einem Thema vertreten, welche es uns ermöglichen in verbindenden Kontakt zu treten.

Hierarchieaufstieg beinhaltet noch keine Haltungssteigerung

Im Organigramm eine Stufe aufzusteigen ist ehrenvoll und als Ziel durchaus angemessen. Mehr Verantwortung und Entscheidungsbefugnis sind elementare Bestandteile einer Führungsposition (aber nicht nur dort) und wirken demnach, im allgemeinen, stärker auf die Unternehmensleistung ein. Mehr Verantwortung und Befugnis fordert aber auch, dass eine Haltung vorhanden ist, der Menschen bereit sind sich anzuvertrauen und zu folgen bereit sind.

Ein Führungskraft ohne spürbare Haltung, die sich stets nach den Strömungen und Stimmungen der nächsten Hierarchiestufe richtet, verscherzt sich Mitarbeitervertrauen nur allzu schnell.

Menschen folgen dem, der ihnen am besten hilft in Wirkung zu treten

Bei all den Diskussionen um Neue Arbeit, Agilität, Marktdynamik und so fort, gilt seit je her: Vertrauen ist das Fundament jeder Beziehung, sei es im unternehmerischen oder privaten Umfeld. Ist Vertrauen verspielt, so wirkt ein Abwehrmechanismus welcher eine Entwicklung der Beziehung (Wirkung) verhindert. Kein Teambuildingprogramm oder „Führungskraft als Coach“-Treiben kann ersetzen, was jeder Menschen von einem wirksamen Gegenüber wünscht: ein Haltung, die es ermöglicht mitzugehen.

Fördern und fordern von Haltung

Was für jeden Menschen gilt, wirkt in einem Arbeitsverhältnis umso stärker. Hier sind die Wirkkräfte sehr direkt: wer Arbeit hat, kann für sich im Leben sorgen – die Abhängigkeit ist deutlich. Arbeiten fällt umso leichter wenn klar ist, was die Rahmenbedingungen für die Arbeit sind – und wer diese vertritt, fördert und durchsetzt. Menschen folgen Menschen die eine Haltung vertreten, die wünschenswerte ethische und moralischen Grenzen beinhaltet. Das macht „Führen“ zu einer intrinsischen Herausforderung – denn eine Haltung fällt nicht vom Himmel, sie wird erarbeitet.

Anhang

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Die Anzeichen einer sich zunehmend schneller verändernden Arbeitswelt beschäftigt viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Es wird deutlich, dass unsere Strukturen und Werte dringend auf den Prüfstand müssen – Konzepte, welche vor 120 Jahren unter gänzlich anderen Marktbedingungen hervorragend wirkten, sind heute nicht mehr reaktionsfähig. Auch wenn der Begriff „agil“ in den letzten Jahren überstrapaziert wurde, es bleibt die Frage wie Unternehmen mit den veränderten Anforderungen weiterhin wertschöpfend agieren können. Dabei beschäftigt sich „New Work“ nicht nur mit einer Vielzahl wesentlicher Ansätze und Gedanken, sondern auch mit konkreten Beispielen und Hilfestellungen.

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